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#58 Hitman Agent 47

©20th Century Fox Home Entertainment
©20th Century Fox Home Entertainment

Enttäuschende Adaption, der Vorgänger ist besser.

Hitman –Agent 47 (4/10)


Story:
Agent 47 (Rupert Friend) ist ein Elite-Killer, der gentechnisch zur perfekten Tötungsmaschine verändert wurde. Sein Zielobjekt ist ein Mega-Konzern, der versucht die Forschungsdetails um das Agenten Programm herauszufinden. Die mächtige Firma plant eine Armee aus Killern zu erschaffen. So verbündet sich Agent 47 mit einer jungen Frau (Hannah Ware), die all diese Geheimnisse zu kennen scheint.


Die Hitman Figur ist unter Videospielern eine Ikone. Der Anzug, die Krawatte, die Glatze…jeder kennt diesen Look. Ich persönlich habe nur das allererste Spiel durchgespielt (zwei weitere angespielt) und habe somit eine Verbindung zur Figur ohne alle Hintergründe zu kennen.

8 Jahre hat es nach dem ersten Hitman Film mit Timothy Olyphant gedauert bis es zu einem weiteren Hitman Film kam. Irgendwie hat sich keiner an einen zweiten Teil getraut und so kam es jetzt zum in Hollywood schon beinahe unvermeidlichen Reboot.
Ich muss dazu sagen dass ich den ersten Teil sehr mag. Ein reiner, gut gemachter Actioner, mit einem starken Olyphant der ordentliche Härte und Schauwerte besaß.

Ich kann gleich sagen dass ich diesen Hitman Film nicht so gut finde wie den ersten.
Zum einen gefällt mir Rupert Friend als Hitman nicht. Ihm fehlt aus meiner Sicht die körperliche Präsenz um das wirklich authentisch rüber zu bringen.
Auch fokussiert sich die Geschichte zum großen Teil auf Hannah Ware (die nett anzusehen ist und schauspielerisch zwar ok, aber austauschbar ist) und wenn man einen Hitman Film anschaut, dann sollte der Hitman im Fokus sein. Das hat der erste Teil besser gemacht.

Auch Zachary Qiunto als Kampfmaschine passt nur bedingt. Er ist für mich Spock und wirkt nicht wie eine unbesiegbare Killermaschine.
Bei den drei wichtigsten Rollen finde ich das Casting also (nett formuliert) suboptimal.

Da der Film vor allem in Berlin gedreht wurde sind einige deutsche Schauspieler dabei, am bekanntesten wohl Thomas Kretschmann (flacher Bösewicht von der Stange, ohne Ecken und Kanten) und Jürgen Prochnow (in dieser kleinen Rolle total verschwendet).
Auch Ciarán Hinds (großartiger Schauspieler) bekommt recht wenig mit dem er spielen kann, ist aber für mich der Lichtblick in diesem Film.

Der Film bietet auch manche Logiklücke (für mich am schlimmsten anstatt den Bösewicht zu erschießen, wozu er genug Zeit gehabt hätte, fängt sich Agent 47 lieber eine Kugel) und die Dialoge sind nicht gerade erinnerungswürdig. Auch die Story strotzt jetzt nicht vor Überraschungen sondern ist sehr vorhersehbar, hier ist der Fokus ganz klar: style over subtance. Lieber schöne Bilder aus Singapur einfangen, aber nicht wissen wie man die sinnvoll in den Film einbaut.

Was mich aber am meisten stört ist der überbordende Einsatz von CGI. Kaum eine Actionszene die hier ohne auskommt. Das was man hier zu sehen bekommt ist sicherlich auch nicht State of the Art.
Der ein oder andere Kampf ist unterhaltsam und auch einige Gewaltspitzen sind gesetzt, aber immer in Verbindung mit CGI. Etwas mehr handgemachte Action hätte dem Film wahrlich gut getan.

Fazit: Zu viel offensichtlicher CGI Einsatz und unpassendes Casting schmälern leider den Spaß. Da wurde viel Potenzial verschenkt.

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