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#269 Kalter Hauch / The Mechanic

©Eurovideo
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Thriller mit Bronson vs. Vincent

 

Kalter Hauch (7,5/10)

Story:

Als Mann fürs Grobe lebt Arthur Bishop (Charles Bronson) in einer ganz eigenen Welt - einer kompromisslosen Welt, in der moralische Regeln nichts gelten und in der eine falsche Bewegung den Tod bedeuten kann! Bisher hat Bishop stets alleine gearbeitet. Doch als er das Alter nahen fühlt, nimmt er einen ebenso fähigen wie kaltblütigen Lehrling (Jan-Michael Vincent) an, dem er alles beibringt, was er weiß. Gemeinsam bilden sie einen unschlagbares Team und sind als Geschäftsreisende in Sachen Mord in der ganzen Welt unterwegs - bis die Skrupellosigkeit des Schüler ihn auf Kollisionskurs mit seinem Lehrer führt!

 

Jan-Michael Vincent ist den meißten wohl vor allem aus der Serie Airwolf aus den 80ern bekannt, aber er hatte schon in den 70ern eine überaus erfolgreiche Karriere vorzuweisen. Leider ist Jan-Michael Vincent inzwischen verstorben, obwohl man bei ihm vielleicht sagen muss das es doch einer Erlösung gleichkam. Mr. Vincent hatte sein Leben vor allem mit Alkohol (aber auch mit Drogen) zu kämpfen was ihn vor allem ab Mitte der 80er die große Karriere kostete.

Das letzte mal richtig wahrgenommen habe ich ihn in seiner Gastrolle in Nash Bridges, aber auch da war er schon ziemlich mitgenommen. Das sollte aber nichts im Vergleich sein zu seinen letzten Jahren, 2012 musste ihm sogar ein Bein abgenommen werden. Auf recht aktuellen Fotos konnte man ihn kaum mehr wiedererkennen.

 

Trotzdem da ist es doch an der Zeit ihn zu würdigen und wenn viele an Airwolf denken, möchte ich doch diesen Film mal wieder ins Gedächtnis rufen. Jan-Michael Vincent und Charles Bronson, das ist ein Gruß in den Bad-Ass Himmel.

Kalter Hauch ist der zweite Film (nach Chatos Land) von sechs Filmen (Stone Killer, Death Wish 1-3) von Charles Bronson mit Michael Winner. Neben dem ersten Death Wish (der dritte läuft außer Konkurrenz, ein Over the Top Actioner, der unfassbar viel Spaß macht) ist für mich The Mechanic seine beste Regiearbeit.

 

Der Film nimmt sich Zeit, die erste Sequenz ist legendär, es wird die ganzen ersten 16 Minuten nicht gesprochen und man sieht Arthur Bishop bei der Arbeit zu. Das setzt aber auch etwas den Ton des Films. Das ist kein Actionfeuerwerk wo ab der ersten Minute aus allen Rohren geschossen wird. Der Film setzt die Action bedacht ein und kommt eher über die Spannung und die Atmosphäre.

Zwar gibt es ein paar ordentliche Actionszenen, z.B. die Verfolgungsjagd, aber der Film lebt doch vor allem aus dem Zusammenspiel von Bronson und Vincent. Die beiden bringen diese Lehrer/Schüler Beziehung und die unterschwellige Bedrohung sehr gut rüber. Bronson war zu diesem Zeitpunkt schon 50, aber immer noch top in Form, Vincent dagegen war noch sehr jung (unverschämt gutaussehend).
Bronson spielte seine Rolle wieder mit viel Bedacht und Coolness, alles sehr abgeklärt während bei Vincent das jugendlich arrogante, aufbrausende immer überzeugt. Das sich beide nicht so 100% über den Weg trauen merkt man wirklich in jeder Szene und in jeder Geste.

Jill Ireland hat auch ihren obligatorischen Auftritt, wenn dieser auch im Rahmen ist und nicht auf die Nerven geht wie manch anderer.

Auch das kompromisslose Ende fügt sich perfekt in den Film ein und passt auch perfekt zu den 70er Jahren. Man kann also sagen der Film beginnt stark und endet auch stark und dazwischen zieht es sich manchmal etwas, aber die Beziehung von Bronson und Vincent macht das wett.

Persönlich ziehe ich das Sequel mit Jason Statham und Ben Foster dem Original sogar vor. Unglaublich dynamischer, actionreicher Film der dem Original doch unglaublich nahe ist.


Fazit: Guter Action Thriller und obwohl ich das Remake bevorzuge hat dieser Film seinen Charme. Die Spannung baut sich bedächtig aber stetig auf und die Story Lehrer gegen Schüler funktioniert einfach. Bronson und Vincent sind auch einfach zwei coole Socken.

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