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#409 Der Gigant

©Kinowelt
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Ein guter Norris Actionthriller aus seiner Frühzeit!

 

Der Gigant (7/10)

 

Story:

Sean (Chuck Norris) und Dave sind Polizeibeamte im Rauschgiftdezernat von San Francisco. Seit Jahren kämpfen sie erfolglos gegen den Drogensumpf und die Ignoranz ihrer Vorgesetzten. Als Dave bei einem Einsatz getötet wird, quittiert Sean verbittert den Dienst, bleibt der internationalen Dealerbande jedoch auf den Fersen. Auf eigene Faust nimmt er den gnadenlosen Kampf auf...

 

Chuck Norris ohne Bart und ohne geliebte Popelbremse, das ist auf den ersten Blick ein ungewohntes und ungewöhnliches Bild. Auch ist der Film für Fans seiner späteren Filme sicherlich etwas anders als seine späteren One Man unstoppable Army Geschichten.

Das ist eher ein Thriller oder Actionkrimi, mit längeren Phasen in denen weniger gekämpft wird sondern in denen sich Chuck auf die Suche nach den Hintermännern macht. Natürlich gibt es trotzdem eine ordentliche Anzahl an Roundhouse Kicks, dabei sei der Angriff auf Makos Anwesen genannt und natürlich das Ende, vor allem der Enkampf zwischen Chuck Norris und dem ehemaligen Wrestler Prof. Toru Tanaka macht Laune.

 

Letzterer wird den meisten aber wohl durch seine späteren Rollen in Martial Law, Eine perfekte Waffe und vor allem als Subzero in Running Man ein Begriff sein. Hier hatte er tatsächlich sein Filmdebüt und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Später durfte er mit Chuck Norris bei Missing in Action II die Leinwand teilen.

 

Auch ansonsten wurde hier bei den Nebendarstellern nicht gespart. Neben dem legendären Mako (z.b Conan der Barbar) der wirklich jeden Film durch seine schrullige Präsenz und seine Einzigartigkeit aufwertet, kommt auch der Original Shaft: Richard Roundtree dazu. Er überzeugt als misstrauischer und harter (aber schlussendlich auch gerechter) Vorgesetzter. 

Was soll man schon noch über Christopher Lee sagen, was noch nicht gesagt wurde. Der Mann war auch mit 60 eine beeindruckende Person und hat diese besondere Aura ja noch ins ganz hohe Alter behalten. Hier spielt er keine Rolle die ihn großartig herausfordert, aber alleine mit seiner Präsenz wertet er einfach jeden Film auf!

 

Auch Chuck darf sich hier schauspielerisch versuchen und macht das recht ordentlich. Kein Shakespeare, aber ausreichend um den Zuseher nicht aus dem Film zu reißen. Auch mit ein wenig Romantik, Tierliebe und netten Gimmicks (sein Haus) darf Chuck spielen.

 

Wie gesagt darf er trotzdem ordentlich in den Hintern einiger Bad Guys treten. Dabei ist der Film doch an der ein oder anderen überraschend hart. Da brechen die ein oder anderen Genicke, ein Cop wird angezündet und so gibt es ein paar weitere Beispiele.

 

Das alles unter der Regie von Steve Carver der den Film mit einem guten Auge und routinierten Händen umsetzte. Nach der Gigant hat er mit McQuade der Wolf den vielleicht besten, auf jeden Fall wegweisenden Chuck Norris Film abgeliefert. Eigentlich total überraschend das er (auf der Basis der Qualität der beiden Filme) keine weiteren Filme mit Chuck Norris umsetzen durfte.

 

Fazit: Ein ordentliches Highlight aus der Frühzeit von Norris, der sich hier auf ein starken Supportcast stützen kann der mit Mako, Christopher Lee und Roundtree super besetzt ist. Der Kampf zwischen Norris und Prof. Toru Tanaka ist definitiv ein Highlight.

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