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#352 Rambo Last Blood

©Universum Film
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Knochenhart und Ultra Brutal! Man(n) bekommt Rambo!

 

Rambo Last Blood (8/10)

 

Story:

John Rambo (Sylvester Stallone) erfährt, dass Gabriella, die Tochter seiner Haushälterin Maria, von einem Menschenhändlerring entführt wurde, der Teil eines mexikanischen Kartells ist und junge Frauen zur Prostitution zwingt. Rambo, der sich eigentlich nach langen Jahren fern der Heimat, nach all dem Leid, einfach nur  auf einer Ranch zur Ruhe setzen wollte, schließt sich mit der Ex-Soldatin und Journalistin Carmen Delgado (Paz Vega) zusammen, deren Schwester ebenfalls von dem Kartell entführt wurde, und nimmt den Kampf gegen die Gangster auf. Seiner Vergangenheit kann er einfach nicht entkommen. Rambo wird keine Gnade zeigen, denn er war es nicht, der das erste Blut vergossen hat, aber er wird derjenige sein, der das letzte Blut vergießt...

 

Update vom 19.1, nach Sichtung der Blu Ray:

Wie ich erwartet hatte, gefällt mir der Film beim zweiten Mal noch besser. 9/10!
Woran das liegt, ganz einfach, ich wusste was mich erwatet und konnte den Film noch genauer betrachten und vor allem das Ende noch mehr genießen! Die letzten 15 Minuten sind einfach ein Brett!

Der Film lässt sich Zeit, dadurch wird einem klar wie wichtig das Mädel für das Seelenheil von Rambo ist. Als dieses Kartenhaus zusammenbricht (und als Zuschauer leidet man hier richtig mit) zieht Rambo in einen privaten Rachefeldzug der seinesgleichen sucht. Das ist ein düsterer Action Alptraum und Stallone bringt Tod und Hölle über seine Gegner! Nicht umsonst sagt er im Film, er möchte das seine Gegner wissen das der Tod auf sie zukommt.

Stallone ist als wüster Racheengel eine Wucht und bietet eine beeindruckende Leistung! Scheiß auf die Bild Zeitung oder andere Kritiker, das ist für mich ein extrem düsterer Action Klassiker der kompromisslos seines gleichen sucht!

 

Zur Blu Ray, die ist FSK 18 und vollkommen uncut. Auf der Scheibe gibt es ein paar sehenswerte Extras mit Blicken hinter die Kulissen bei denen vor allem Stallone und Regisseur Grünberg zu Wort kommen.

 

Original Kritik:

So nun ist er hier, tatsächlich Nummer 5 der Rambo Reihe. Hätte vor ein paar Jahren nicht geglaubt das wir Sylvester Stallone mit über 70 noch einmal in der Rolle des Kriegsveteranen sehen. Man muss bei jedem großen Actionfilm mit Sly ja nur noch dankbar sein, es ist definitiv nicht normal das der Mann noch solche Geschichten hinlegt.

 

Er hat auch wieder das Drehbuch geschrieben oder mitgeschrieben und man merkt das er bei Rocky und Rambo einfach genau weiß wie er die Geschichten auf sich zuschneiden muss bzw. wie er sich präsentieren muss. Auch in der Action, da hat er darauf geachtet das es noch im realistischen (ok, so realistisch wie es mit über 70 sein kann) Rahmen bleibt, das man ihm abnimmt wie er die Bad Guys zerlegt.

 

Er schlüpft auch wieder mehr als überzeugend in die Rolle. Sein (mitgenommenes) Gesicht, seine traurigen Augen das passt einfach. Man nimmt ihm den Schmerz und die Wut wirklich ab. Es ist das alte Spiel, Rambo findet einfach keine Erlösung und muss immer wieder in den Krieg ziehen. Keiner könnte diese Figur so überzeugend darstellen wie Sly.

 

Tatsächlich und darüber habe ich schon viel mit anderen gefachsimpelt würde der Film auch ohne den Charakter Rambo funktionieren bzw. Wenn man Sly einfach anders nennen würde.

 

Ich kann das zwar nachvollziehen, aber mir geht das nicht so. Ich finde schon das man Rambo erkennt und mich stört das nicht, aber das ist eine sehr subjektive Sache, ich kann das verstehen, aber für mich war das stimmig.

 

Der Film baut sich sehr gemächlich auf, was dem Film aber zu Gute kommt. Wer eine Schlachtplatte wie in John Rambo erwartet der würde etwas enttäuscht werden, hier gibt es weniger Actionszenen zu sehen. Warum es ihm zu Gute kommt? Damit wird die Beziehung zwischen Rambo und Gabriella überzeugender und man nimmt ihn ab warum er sich so in den Kampf stürzt.

Die Story ist Mittel zum Zweck (am Ende ist das ein harter Revenge Film, Auge um Auge mit ein paar Western Anleihen/Einflüssen) und dem Trailer kann man eigentlich den ganzen Verlauf des Films entnehmen, ich war etwas überrascht das man so viel Wert auf die Nachvollziehbarkeit der Handlungen der Beteiligten legte. Wenn sich Rambo dann aber am ersten Bad Guy vergreift, dann wird es sofort sehr hart. Ich saß im Kino und bekam nur ein wow raus. Da merkt man wo die Reise hingeht.

Der Ton des Films ist düster, das ist kein Gute Laune Film oder gar ein Film für die breite Masse. Mit meiner Frau könnte ich den niemals sehen. Das ist harte Action Kost. Vor allem in den letzten 15 Minuten wird es knüppelhart, schon gorelastig. Man merkt das Sly die Scharte auswetzen möchte die Expendables 3 hinterlassen hat. Da war der Film viel zu weichgespült, das hier ist das genaue Gegenteil!

Wie der Film uncut ins Kino kommt, in einer FSK18 hat nicht nur mich sondern auch andere Gäste der Pressevorführung sprachlos gemacht. Man will der FSK ja nix unterstellen, aber so ganz nüchtern waren die wohl nicht als sie den Film geprüft haben. Ein, zweimal hatte ich tatsächlich das Gefühl er übertreibt es etwas. 

In den letzten 15 Minuten bringt Rambo den Schmerz über eine ganze Truppe Mexikanischer Söldner und das auf unglaublich unterschiedliche und harte Art und Weise. Nachdem ich das ein paar Stunden sacken ließ, auch auf (aus der Geschichte heraus) in sich schlüssige Art und Weise.

 

Das durch das Setting und die Vorgehensweise man unweigerlich an einen Slasher Film erinnert wird ist nicht ganz von der Hand zu weisen, aber auch das ist aus meiner Sicht aus dem Film heraus schlüssig verspricht er doch die Hölle und den Horror über seine Gegner zu bringen.

Manche meckerten ja über die Haare (zu kurz) oder das Setting (nicht in Asien), aber ich fand das überhaupt nicht schlimm. Eher im Gegenteil, das passt zur Story und auch zum Zustand in dem sich der Charakter befindet. Die Musikalische Untermalung und vor allem das Rambo Theme sind hervorragend eingebettet und eingesetzt.

 

Es gibt ein paar kleinere Themen die mir nicht zu 100% gefallen. Da wäre der Einsatz von Paz Vega, da hatte ich mir mehr erwartet, am Ende verschwindet sie auch einfach. Wie bei Millenium üblich sind bei ein paar Szenen die CGI Effekte deutlich zu erkennen, Gott sei Dank passiert das nur ab und zu und ist deutlich zurückhaltender als in anderen Millenium Filmen. Hier hätten sie sie sich aber auch einfach komplett sparen können.

 

Jeder Rambo Fan sollte sich auch den Beginn des Abspanns anschauen, der ist wirklich toll gemacht. Ein schöner Abschluss des Films der auch den Bogen zu den vorherigen Filmen schafft und einen mit einem tollen Gefühl entlässt und einen vor allem daran erinnert was für eine grandiose Actionenreihe das Rambo Franchise ist.

 

Ich bin mir sicher das Rambo Last Blood mit der Zeit in meiner Wertung noch steigen wird. Da ging es mir bei John Rambo genauso, den musste ich nach dem Kino erst verarbeiten, nachdem ich wusste was beim nächsten mal auf mich zukommt konnte ich den viel besser genießen.

Man sollte Rambo Last Blood einfach genießen, man kann nie wissen wie viele Filme uns mit Sly noch geschenkt werden. Vor allem solche Actionfilme, ich hoffe das Rambo ein ordentlicher Erfolg wird, vielleicht bekommen wir ja dann doch noch Expendables 4!

 

Fazit: Ein würdiges (voraussichtliches) Ende einer Action Legende! Rambo Last Blood ist hart, dreckig und kein Film der gute Laune schafft oder für die breite Masse ist. Der ist knochenhart und sehr brutal, für Rambo und Actionfans ein Muss!

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