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#63 Jack Reacher -Kein Weg Zurück-

©Paramount
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Tom Cruise ist Jack Reacher! Unterhaltsames Sequel und Cruise hat es immer noch drauf!

Jack Reacher 2 -Kein Weg zurück (7/10)


Story:
Jack Reacher (Tom Cruise) wird von seinem alten Leben eingeholt, als seine geschätzte Nachfolgerin im Amt, Major Susan Turner (Cobie Smulders), zu Unrecht der Spionage bezichtigt wird. Reacher setzt alles aufs Spiel, um ihre Unschuld zu beweisen und die wahren Verantwortlichen hinter dem Mord an mehreren Soldaten zu entlarven.

Man kann ja zu Tom Cruise stehen, wie man will, man muss sein Privatleben nicht gut finden und vor allem seine Nähe zu Scientology nicht, aber was man ihm nicht abstreiten kann, ist das er ein absoluter Vollprofi ist und alles für seine Filme gibt.
Was der Mann mit seinen 55 Jahren aus seinem Körper rausholt und an Stunts selbst ausführt, dass nötigt mir höchsten Respekt ab.

Auch das Tom Cruise nicht so aussieht (vor allem von der Größe) wie der Jack Reacher aus dem Buch sollte man mal ad acta legen. Wenn selbst der Autor der Bücher (Lee Child) sagt das Tom Cruise der ideale Reacher ist, dann sollte man das mal akzeptieren. Ich habe auch einige Reacher Romane gelesen und finde das er den Typus, die Werte und die Art des Jack Reacher super rüberbringt.

Der Erste war zwar finanziell nicht der große Erfolg, aber ich fand ihn bis auf den Bösewicht (obwohl ich Werner Herzog eigentlich mag) wirklich gut.
Vom Sequel hatte ich nicht so viel gutes gehört (auch bei imdb wird der zweite Teil schlechter bewertet), deshalb hatte ich meine Erwartungen schon sehr runtergeschraubt.

Ich wurde aber positiv überrascht. Mich hat der Film wirklich gut unterhalten. Sicherlich nichts Revolutionäres, aber das habe ich nicht erwartet. Das ist ein solider Actionthriller mit guten Actionszenen und gut aufgelegten Stars. Da sind viele Dinge vielleicht nicht so innovativ, aber es ist gut und routiniert umgesetzt.

Regie führte Veteran und Oscarpreisträger Edward Zwick, der mit Tom Cruise bereits Last Samurai gedreht hat. Er setzt den Film routiniert um und man sieht das sich Cruise unter seiner Regie wohlfühlt.
Laut seiner Aussage (Zwick) hat er den Film vor allem aufgrund der Beziehung von Reacher mit den anderen weiblichen Figuren im Film gedreht.

Die weibliche Hauptrolle übernahm Cobie Smulders (How I met your Mother / The Avengers). Ihre Chemie mit Cruise ist ok, wenn auch nicht herausragend. Sie macht das insgesamt ganz ok.
Die andere weibliche Rolle wird von Danika Yarosh dargestellt. Sie macht das besser als erwartet und geht mir auch nicht so auf die Nerven wie befürchtet.

Die Bösewichte sind auch recht solide. Robert Knepper spielt das im Schlaf und Patrick Heusinger macht sein Ding als psychotischer Killer auch gut.

Am Ende ist das aber alles Beiwerk. Es dreht sich alles um Cruise und auch steht und fällt alles mit ihm. Man merkt ,dass er Spaß an der Rolle hat und Reacher gerne spielt.
Die Action ist gut inszeniert. Das Ende auf dem Dach ist für mich ein Highlight und vor allem die Entschleunigung finde ich gut gemacht. Reacher ist auch brutaler als Ethan Hunt. Hier ist nichts flashy, wenn Reacher jemanden bekämpft, dann so das es wehtut und um ihn endgültig auszuschalten.

Die Story ist insgesamt jetzt nicht herausragend, aber der Plot funktioniert. Man kann darüber diskutieren, ob der Film die familiäre Geschichte benötigt hätte, aber da breche ich mal eine Lanze für die Macher, das ist immerhin dem Buch treu.

Insgesamt ist der Film vielleicht nicht ganz so gut wie der Erste, aber er ist besser als sein Ruf und er ist sehr kurzweilig und bietet einen gut aufgelegten Cruise.

Fazit: Reacher ist back und überzeugt. Die Story hat Schwächen, aber wer einen gut inszenierten und unterhaltsamen Film sehen will macht hier nichts falsch.

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