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#79 Ein stahlharter Mann

©Sony Pictures
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Frühwerk von Walter Hill und ein Klassiker mit Charles Bronson!

 

Ein stahlharter Mann / Hard Times (7,5/10)

 

Story:
Charles Bronson als Chaney, der Boxer, der mit bloßen Fäusten kämpft. Um die große Wirtschaftskrise besser zu überstehen, schließt er sich mit einem herumziehenden Spieler (James Coburn) zusammen, der für ihn illegale Preiskämpfe organisieren soll. Diese Art Kämpfe, die von Korruption durchdrungen sind, schaffen aber leider neue Probleme: im Sport und auch mit Lucy (Jill Ireland), seiner neuen Freundin.

Ein Frühwerk von Walter Hill und wo Walter Hill draufsteht, da bekommt man ihn auch.
Der Film ist ein Männerfilm, sehr rau, grob, gewalttätig und Frauen sind eher Randfiguren.
Der Film ist im guten Sinne sehr oldschool.
Ruhig erzählt, 90 min, die Fights sind sicherlich nicht die dynamischsten…es geht um harte Faustkämpfe und um nix spektakuläres…man soll die Schmerzen spüren und das tut man.


Der Film stellt sehr glaubhaft die Zeit der großen Depression dar.
New Orleans als Schauplatz gibt dem Filme eine schöne Atmosphäre.


Bronson (hier ohne Popelbremse) ist perfekt für die Rolle des schweigsamen Drifters der mit seinen Fäusten seinen Lebensunterhalt verdient. Er lässt an der ein oder anderen Stelle sogar ein wenig Charme springen (das war überraschend), meistens in den Szenen mit seiner Frau Jill Ireland.

Sie war nie die größte Darstellerin und stößt auch hier an ihre Grenzen, aber sie motiviert ihren Mann und das ist hier sehr positiv. Man weiß nix von seiner Geschichte oder Herkunft, aber er ist automatisch ein totaler Sympathieträger.

Bronson war 53 als er den Film gedreht hat und war in außergewöhnlich guter Form wenn man sich an andere Darsteller aus den 70ern erinnert. Total glaubwürdig das er einen Mann mit einem Schlag ausknocken kann.

James Coburn ist als redewütiger und spielsüchtiger Promoter auch super besetzt und zwischen ihm und Bronson stimmt die Chemie. Ist ja auch nicht erster Film zusammen (Glorreiche Sieben, Gesprengte Ketten).

Die Geschichte erinnert unfassbar stark an Leon mit Van Damme…und sie diente wohl in einigen Punkten tatsächlich als Inspiration. Wo Leon mit den spektakulären Kämpfen punkten kann, lässt Hard Times den ganzen übertriebenen Schmalz weg und erzählt mit einem relativen offenen Ende eine eigentlich sehr einfache Geschichte die mit keinem klassischen Happy End endet.
Der Film macht Hoffnung ohne das raue Leben und die Entbehrungen zu verklären.

Fazit: Ein Frühwerk von Walter Hill. Für alle Bronson und Coburn Fans ein wichtiger Film, eine kleine relativ unbekannte Perle.

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