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#146 Abrechnung in San Franzisko

©Koch Media GmbH
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Mein Lieblings Bond in einem für ihn untypischen Film!

 

Abrechnung in San Franzisko (6,5/10)

 

Story:
Im Hafen von San Francisco wurde der Mafia Heroin im Wert von mehreren Millionen Dollar gestohlen. Erbost sendet der „Pate“ seine Killer aus. Sein Neffe und Anwalt Ulyssses (Roger Moore) und sein Freund, der Rennfahrer Charlie (Stacy Keach), packen die Sache auf ihre Art an. Ein Mafia-Krieg beginnt und auch Geheimnisse aus der Vergangenheit werden gelüftet.

 

Roger Moore in einem italienischen Mafiafilm als halber Sizilianer/halber Engländer das ist jetzt sicherlich nicht das erste das den Leuten bei Roger Moore in den Sinn kommen würde. Man muss Koch Media Danke sagen das Sie sich diesem recht unbekannten Film angenommen haben.

Der Film entstand nach seinen ersten beiden Bondauftritten und vor dem legendären und seinem besten Bond: "Der Spion der mich liebte".
Während das Casting von Moore auf den ersten Blick doch mehr als überraschend ist, passt Stacy Keach doch wieder wie die Faust aufs Auge in seiner Rolle.
Die Chemie stimmt und man merkt das hier versucht wurde etwas aus der legendären Serie "Die 2" mit Tony Curtis wieder aufleben zu lassen.

 

Die deutsche Synchronisation führt sicherlich dazu das der Film etwas humoriger daherkommt als er eigentlich konzipiert war, den eigentlich hat man hier einen waschechten Thriller vorlegen wollen. Der Härtegrad ist für 1976 nicht zu unterschätzen. Wenn hier jemand erschossen wird, dann sieht man das. Ein Hoch auf praktische Bluteffekte und gegen CGI!

 

Der Film atmet die 70er, sei es das Setting in San Franzisko, die Musik, die Klamotten, der Film ist definitiv ein Produkt seiner Zeit, in der das italienische Kino noch einigermaßen mit Hollywood mithalten konnte.

Auf die Story und Roger als Halbsizilianer muss man sich einlassen können (am Ende spielt er eh eine Variation seiner bekanntesten Rolle), dann wird man ganz gut unterhalten und vor allem Stacy Keach scheint in seiner Rolle viel Spaß gehabt zu haben (seine Szene mit der Probefahrt ist definitiv ein Highlight).


Die Story ist manchmal etwas zu verworren und unnötig kompliziert, beim ansehen hat man das Gefühl das hier wohl einige Szenen der Schere zum Opfer fielen, die den Film etwas runder gemacht hätten.
Roger Moore hatte mal in einem Interview erwähnt das er bei den Dreharbeiten und auch nach deren Ende den Film nie ganz verstanden hätte :)

Zur Veröffentlichung: Das Bild ist ordentlich, man sollte nicht zu viel verlangen, aber für deine italienische Produktion aus dem Jahre 76 kann sich das sehen lassen.

 

Fazit: Roger Moore und Stacy Keach in einem Mafiafilm mit Einschlägen der "Die 2" Serie. Eine zum Teil schräge Mischung, ab und an wirkt der Film etwas zusammenhanglos, aber er ist definitiv interessant, ein Produkt seiner Zeit und Moore und Keach spielen sich gekonnt die Bälle zu.