· 

#182 American Karate Tiger

©Digi Dreams
©Digi Dreams

Das Karate Tiger/ Karate Kid Ripoff hat seinen Charme!

 

American Karate Tiger (5/10)


Story:

Kaum ist der junge Ken Marx (Kenn Scott) an seiner neuen Schule, schon hat er gewaltigen Ärger am Hals. Er bekommt Probleme mit dem brutalen Kickboxer Tom (Ken McLeod), weil er mit dessen Freundin Julie (Christine Taylor) Freundschaft schließen will. Doch der kampferfahrene Ex-Cop und Hausmeister Billy (Billy Blanks) will dem gepeinigten Ken helfen und unterrichtet ihn in Kampfsport. Es kommt zum Showdown zwischen Ken und Tom, aber auch zwischen Billy und Lee dem Trainer von Tom (Patrick Kilpatrick).


Bevor Billy Blanks mit Tae Bo zu einer Fitnessikone wurde war er von Anfang bis Mitte der 90er einer sehr gut ausgebuchter Videothekenklopper. Vor allem die beiden Filme mit Roddy Piper sollten den meisten bekannt sein, aber auch dieser (sagen wir es mal vorsichtig) von Karate Kid inspirierter Film entstand in seiner besten Zeit.


Die Story ist ganz klar im Fahrwasser von Karate Tiger und Karate Kid und ist jetzt nicht wirklich innovativ noch einzigartig, aber ist sich dessen auch bewusst. Das besitzt einen gewissen trashigen Charme, aufgrund der ganzen Klischees die hier abgefeiert werden. 


Da gibt es Nazis, die Bullys der Schule, der junge der neu dazukommt (Kenn Scott, der übrigens aussieht wie ein abgebrochenes Streichholz), der sich in die Freundin des Schlägers (ganz üble Föhnfrise) verliebt (sie wird übrigens dargestellt von Ben Stillers späterer Frau Christine Taylor, die neben ihm in vielen Filmen gespielt hat). Dazu noch der fiese Rektor (Brion James in einer ungewohnten, fast schon verschenkten aber sehr witzigen Rolle) sowie der lustige Sidekick, man bekommt das Gefühl da ist der Drehbuchautor eine richtige Checkliste durchgegangen.


Die Klischees werden aber mit einem Augenzwinkern präsentiert und dadurch hebt sich der Film etwas ab und macht Spaß. Irgendwie ist das alles nicht überzeugend, aber sehr sympathisch und so zieht sich das durch den ganzen Film. Dazu passend sehen die Schüler natürlich viel zu alt für ihre Rollen aus, das sollen Highshool Schüler sein, sind aber alles bereits Erwachsene.

Auch Billy Blanks wird und war nie ein wirklicher Schauspieler. Er konnte böse gucken und hat die Physis und die passenden Moves für einen solchen Film. Sein Kampf gegen Patrick Kilpatrick (Interview) ist auch definitiv das Action Highlight des Films, auch weil Kilpatrick dagegen halten kann und darf. Seine Rolle ist aber sehr überzeichnet, das kann und darf man kaum ernst nehmen, im Kontext dieses Filmes funktioniert das aber.

Das die beiden durch einen Schicksalsschlag miteinander verbunden sind wäre für einen anderen Film tödlich, hier ist das eigentlich die Sahne auf der Kirsche. Es passt einfach zu diesem Film hier wird einfach alles ausgeschöpft.
Robert Radler hat vor allem mit den beiden Best of the Best Filmen zuvor richtig gute Genrekost abgeliefert. 

 

Fazit: Natürlich ist das stark angelehnt an Karate Kid oder auch an Karate Tiger, aber einem gewissen Charme kann man dem Film nicht absprechen. Man muss solche Filme mögen, dann bekommt man einen ordentlichen Genrebeitrag geliefert.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0