#238 Diamond Cut Diamond

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Auf ganz eigene Art unterhaltsam, wenn auch nicht gut!

 

Diamond Cut Diamond (4/10)

 

Story:
Neuer Job für Captain Strong (Gary Daniels), seines Zeichens erster Eltekrieger seines Landes und in dieser Funktion gar Botschafter der Königin: In der ehedem beschaulichen Bananenrepublik Sierra Dorada greift der sinistre Söldnerführer Karl Wulf nicht nur nach den örtlichen Diamantenschätzen, sondern obendrein nach der Macht im Staate. Strong soll ihn stoppen, wobei ihm eine blonde Schönheit (Eva Habermann) auf dem Rachefeldzug zunächst im Wege steht, im Nachhinein dank direkter Verbindung zu Wulf aber höchst gelegen kommt.


Diamond Cut Diamond ist die zweite Geschichte um Captain Strong mit Gary Daniels. Im ersten Teil: The Queens Messenger spielte sogar Christoph Walz mit!


Auch hier geht der Versuch ihn zu einem B-Action Bond zu machen gewaltig in die Buchse.
Das liegt nicht an seinen Kämpfen, die sind gut, das kann der Mann ja einfach. Es liegt aber an seinen schauspielerischen Fähigkeiten. Er hat / oder hatte zu dem Zeitpunkt nicht die Qualität oder die Mimik eine solche Rolle auszufüllen. Das war einfach zuviel des Guten.

Wie man ihn geschickt einsetzen kann hat z.B. Sly in The Expendables gezeigt oder es gibt unendlich viele andere Beispiele.

Das Drehbuch ist total behämmert, aber irgendwie auch lustig. Das macht irgendwie nicht wirklich Sinn und ist nicht logisch, aber der Dilletantismus ist witzig. Auch mit den Dialogen wird kein Blumentopf gewonnen, aber hier und da musste ich echt grinsen so beknackt ist das.
Der bösewicht scheint selten dämlich zu sein und handelt häufig total unlogisch.

Man merkt dem Film zwar sein begrenztes Budget an, aber es wirkt nie extrem billig man macht aus den Mitteln verhältnismäßig viel. Da hilft sicherlich das Setting in Südafrika das den Film doch einen gewissen Flair verleiht.

Beide Filme wurden wohl mit deutschen Firmen koproduziert. Anders ist es nicht zu erklären das im ersten Teil Christoph Waltz (damals gänzlich unbekannt ) und in diesem Film Eva Habermann mitspielt.

Deren Rolle ist irgendwie schräg überdreht angelegt und sicherlich nicht ihre beste Leistung, aber verdammt ich hab eine Schwäche für Sie.

Manche Szenen wurden wohl auch nur einmal gedreht, aufgrund des begrenzten Budgets und der geringen Zeit, die Szenen sind so schlecht gespielt man kann sich ein lachen nicht verkneifen.

In einer Szene tragen alle Bösewichte Michael Jackson Masken. ..das war irgendwie ziemlich strange aber auch witzig und irgendwie einmalig.


Die Action ist bei den Fights von Daniels ansehnlich (obwohl er auch schon besseres gezeigt hat), aber ansonsten bleibt da von der Actionfront weniges langfristig in Erinnerung.

Fazit: Insgesamt eher unfreiwillig witzig und auf eine komische Art doch unterhaltsam. Klassischer Film wo es zum Teil so schlecht ist, das es schon wieder herrlich ist.