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#377 Abduction

©Koch Media GmbH
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Da hatte ich bei den Beteiligten viel mehr erwartet!

 

Abduction (3/10)

 

Story:

Quinn (Scott Adkins) findet sich plötzlich irgendwo in Asien wieder. Er kann sich an nichts erinnern, außer dass seine Tochter entführt wurde. Auch Connor (Andy On), entdeckt, dass seine Frau auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Die beiden ungleichen Männer erkennen, dass sie ihrem Schicksal nur gemeinsam die Stirn bieten können. Nach einer Reihe ungewöhnlicher Ereignisse und Begegnungen decken Quinn und Connor eine Verschwörung durch Außerirdische auf. Die beiden Männer stellen sich der Bedrohung, um die Menschheit vor dem Verderben zu bewahren. 

 

Weiter geht es mit ne Hit and Miss Filmen von Scott Adkins. Auf jeden guten folgt ein schlechter. Siehe z.B. Incoming. Abduction schafft es dabei sogar noch etwas schlechter zu sein.


Das trotz Adkins, Andy On oder Ernie Barbarash als Regisseur. Den schätze ich eigentlich sehr waren seine Filme mit Van Damme oder Falcon Rising mit Jai White doch trotz überschaubarem Budget mehr als ordentlich.


Hier hoffe ich einfach das alle Beteiligten für den Film fürstlich entlohnt wurden oder noch besser mit Geld zur Mitarbeit gezwungen wurden. 


Der Name Roger Corman hat mich schon etwas verwundert und mich etwas mulmig zurückgelassen. Nicht falsch verstehen, der Mann ist verdientermaßen eine Legende und hat seine Fußstapfen hinterlassen, nur steht er nicht gerade für großes Actionkino.


Leider haben sich meine schlimmsten Befürchtungen die ich nach dem Lesen der Storyangabe hatte leider vollständig bestätigt. Ab und an konnte ich meinen Augen echt nicht trauen.


Bei den Namen Barbarash, adkins, dem Titel und dem Cover würde man von einem reinrassigen Actioner ausgehen und ich gehe davon aus das ihn genau deshalb viele kaufen werden.


Es geht zwar dann auch um eine Entführung, also Abduction aber halt anders und an Alien Entführung denkt da wohl der wenigste.


Der Einfluss der chinesischen Geldgeber zeigt sich an den Schauspielern, aber wirkt sich auch auf die Story aus, da wird viel von Chi und anderem obskuren Zeugs geredet.


Die Story ist absoluter Murks, schon eher Fantasy Trash Märchen Zeugs ohne dabei das richtig durchzuziehen oder in sich stimmig zu sein. Was der oder die Drehbuchautoren dabei genommen haben, das muss echt hartes Zeug gewesen sein.


Auch für die Effekte scheint nicht viel Geld übrig gewesen zu sein weil das sieht extrem günstig aus, wie eine Serien Produktion aus den 90ern oder etwas vom SYFY Channel.


Was positiv herausragt sind die Actionszenen die von Tim Man konzipiert wurden und mit Andy On und Scott Adkins natürlich auch dankbare Abnehmer hat. Die Actionszenen sind gut, nicht überragend, aber mit Abstand das Beste am Film.


Andy On ist die beste Erscheinung im Film. Ich liebe Scott Adkins, aber diesen Film hätte er lassen sollen. Neben dem Geld, hat er wohl die komödiantischen Elemente seiner Rolle genossen, aber leider scheitert er hier aus meiner Sicht. So gut ist er als Schauspieler noch nicht und die Stottersequenzen sind eher peinlich. In einer kleinen Rolle bekommt man Aki Aleong zu sehen.


Die komödiantischen Elemente die ich zu Beginn genannt habe werden im weiteren Verlauf aber nicht mehr weiterverfolgt, der Film nimmt sich einfach viel zu ernst. 


Auch aus diesem Grund funktioniert der Film nicht. Die Action und einige Szenen sind knochentrocken und das in einer komplett beknackten Prämisse. Entweder das ganze realistisch angehen oder sich richtig austoben, aber nicht dieses halbgare.


Am Ende ist Abduction ein, mit ein paar guten Actionsequenzen, angereichter Fantasy Trash der nicht wirklich lustig genug geraten ist um das Label "so schlecht, das es schon wieder gut ist" zu erreichen.

 

Fazit: Nach der Sichtung dieses Film fragt man sich wer sich so eine Story ausdenkt und vielleicht noch schlimmer, wer so etwas auch noch finanziert. Die Beteiligten schätze ich eigentlich sehr so hoffe ich doch das die mit Geld dazu gezwungen wurden.

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