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#462 Der Cop

©NSM
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James Woods hebt den Film auf ein anderes Level!

 

Der Cop (6/10)

 

Story:

Eine Frau wird tot und brutal misshandelt in ihrer Wohnung in Los Angeles gefunden. Als Einziger erkennt Cop Hopkins (James Woods) die Verbindung zu weiteren Frauenmorden, die jedoch schon 20 Jahre zurückliegen. Als echter Einzelkämpfer ermittelt Hopkins auf seine Art und Weise und lässt sich dabei von niemandem ins Handwerk pfuschen. Selbst als ihm Waffe und Dienstzeichen abgenommen werden, macht er verbissen weiter. Denn er hat Witterung aufgenommen. Die Spur führt zu einer feministischen Buchhändlerin, die immer wieder Briefe von einem Unbekannten bekommt… Ist das der Serienkiller?

 

Der Cop war tatsächlich eine Erstsichtung für mich. Hatte ihn zuvor nie gesehen, aber viel gutes über ihn gehört. Da ich auch James Woods sehr mag und ihn für einen hervorragenden Schauspieler halte war es mal an der Zeit.


Der Film beginnt sehr atmosphärisch, ist aber keine klassische Crime, der Mörder und das lösen des Case steht im Mittelpunkt Geschichte.


Stattdessen ist hier der Charakter von Woods im Mittelpunkt und der Film fokussiert sich klar auf ihn und versucht ein Psychogramm einen fanatischen Cops zu liefern der neben seiner Art kaum mehr in der Lage ist rational zu denken.


Da kommt einem vllt. Bald Lieutenent mit Harvey Keitel in den Sinn, nur passt der Vergleich nicht wirklich. Woods ist nie so kaputt und schlussendlich immer noch der klare good Guy, wo Keitel sehr amoralisch und gebrochen ist.

 

Mit Charles Durning und Raymond J. Barry hat der Film ein paar gute Nebendarsteller zu bieten. Die Rolle von Lesley Ann Warren ist ziemlich nervtötend. Achtet auf den Killer am Ende, wird er doch von Woods langjährigen Stuntman/Double und Legende der American Fighter Filme Steven Lambert gespielt.


Der Film hat seine Stärken, Woods spielt das mal wieder fantastisch, aber er wirkt wenn er sich wieder dem Murder Case zuwendet unfokussiert. Die ganze Hintergrundgeschichte der Morde (auch wenn das auf einem Buch von James Ellroy: L.A Confidential basiert) überzeugt mich nicht.


Auch verliert sich der Film hier und da in Nebensträngen die kaum befriedigend auserzählt werden und somit entsteht hier und da Leerlauf. 


Der Film hätte um gut 15 min verknappt werden können und wäre deutlich dynamischer und spannender geworden.

Auch mit dem Ende bin ich nicht ganz zufrieden passt es für mich nicht wirklich zum bisherigen Verlauf des Films. Die Schlusseinstellung dagegen passt perfekt in die 80er!


Alleine durch die Vorlage von Ellroy hat der Film klare Noir Einflüsse und Liebhaber werden hier sicherlich Geschmack dran finden, bei mir hat er tatsächlich nicht wirklich Klick gemacht, obwohl wie gesagt, alleine wegen Woods sollte man den sehen.q


Fazit: Mich überzeugt Der Cop nicht vollkommen. Manchmal ist er etwas langatmig, unfokussiert und verliert die Spannung. Auf der anderen Seite ist das eine James Woods One Man Show und der Mann ist einfach ein klasse Schauspieler der eine unglaublich vielschichtige Performance hinlegt.

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