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#69 Non-Stop

©Studiocanal
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Unterhaltsamer Neeson Kracher mit einigen Logik Lücken

 

Non-Stop (6,5/10)

 

Story: Bill Marks (Liam Neeson), langgedienter U.S. Federal Air Marshal, ist seinen Job über den Wolken leid. Doch der heutige Transatlantikflug wird für den Sicherheitsbeamten alles andere als routiniert: Kurz nach dem Start erreichen Marks Textnachrichten von einem Fremden. Solange nicht 150 Mio $ auf ein geheimes Konto geflossen sind, droht der unbekannte Absender alle 20 Minuten einen Passagier zu töten. Als sich herausstellt, dass das Konto auf Marks Namen läuft und an Bord eine Bombe auftaucht, gerät die Situation außer Kontrolle. Plötzlich steht Marks selbst unter Verdacht das Flugzeug zu entführen. Ihm bleiben nur wenige Stunden, um die Katastrophe abzuwenden und das Leben der 200 Passagiere zu retten.

 

Nach Unknown Identity war Non-Stop der zweite Film zwischen Liam Neeson und Jaume-Collet-Serra. Inzwischen haben die beiden bereits vier Filme gedreht, es folgten noch Run All Night und The Commuter.

Collet-Serra weiß Liam auch einfach gut einzusetzen. Früher mal reiner Charakterdarsteller wurde Liam doch durch Taken (96 Hours) zum knallharten Actionhelden, der seinen Rollen aber immer viel Menschlichkeit und Tiefe geben kann. 
Auch diese Rolle steht ihm. Knallharter Held und Kämpfer, aber mit Abgründen und Zweifeln.
Liam ist und bleibt einfach eine Bank. Kein Film mit ihm kann wirklich schlecht sein.
Der Mann ist wie ein Wein, gefühlt wird er mit jedem Jahr besser.
Auch in diesem Film ist seine Präsenz ungemein wichtig überdeckt er doch die ein oder andere Ungereimtheit.

 

Julianne Moore finde ich schon beinahe verschenkt, aber sie schafft es immer, mit kleinen Nuancen ihre Rolle recht undurchsichtig erscheinen zu lassen. Auch sie ist einfach eine klasse Darstellerin. Der Rest des Cast ist vollkommen ok.

 

Das der Film sich zum Großteil in einem geschlossenen Raum abspielt (Flugzeug), hängt zwar den Spielraum etwas ein, aber die Macher schaffen es durch gute Kniffe die Spannung hochzuhalten. Der Film ist lange Zeit auf einem sehr hohen Niveau unterwegs, es erscheint das wohl erst gegen Ende des Films den Machern die ideale Lösung etwas verloren gegangen ist.


Die Auflösung bzw. die Aufdeckung des Bösewichts finde ich zwar nicht lächerlich, nur auch hier kommt es so ein wenig rüber als ob ihnen nicht wirklich klar war wie sie das auflösen sollen.

Das einzige was mir wirklich gegen den Strich ging, war die Rettungsaktion beim Kind, das hätte man sich sparen können, die war lächerlich. 

 

Die ersten 2/3 sind wirklich gut und spannend umgesetzt, nur gegen Ende nehmen die Logik Kapriolen doch etwas überhand und man muss hier und da doch mal gewaltig die Augen zudrücken. Kein Film der einem Ewigkeiten im Gedächtnis bleibt, aber trotzdem gute Unterhaltung.

 

Fazit: Trotz einiger Logiklücken, schafft der Film es doch recht lange sehr spannend zu sein. Erst im letzten drittel geht im etwas die Luft raus. Insgesamt aber gute Unterhaltung.