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#190 Lone Survivor

©Universum Film
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Nach einer wahren Begebenheit 

 

Lone Survivor (7,5/10)

Story:

Afghanistan 2005: Vier Soldaten der US-Spezialeinheit Navy SEALs (Mark Wahlberg, Taylor Kitsch, Ben Foster und Emile Hirsch) werden mit der Aufgabe, den Aufenthaltsort eines führenden Taliban-Kämpfers zu verifizieren, auf eine Beobachtungsmission in die Berge Afghanistans entsendet. Als die Männer eine folgenschwere moralische Entscheidung treffen müssen, überschlagen sich die Ereignisse: Kommunikativ abgeschnitten sehen sich die Soldaten einer Übermacht von Taliban-Kämpfern gegenüber. Ohne jeden Ausweg müssen sie sich einem aussichtslosen Kampf stellen, der sie nicht nur physisch, sondern auch mental an die Grenzen des menschlich Erträglichen führt…

Das Dreamteam von Peter Berg und Mark Wahlberg arbeitete hier zum ersten von inzwischen vier malen zusammen: Neben Lone Survivor noch Deepwater Horizon, Boston und Mille 22.
Dabei scheinen es den beiden vor allem Stoffe nach wahren Begebenheiten angetan haben, den außer Mile 22 sind alle Filme genau auf dieser Basis entstanden.

 

Lone Survivor entstand von Peter Berg kurz nach seinem Battleship Film. Beides grundverschiedene Filme aber jeder auf seine Art doch eine positive Werbung für die US Amerikanischen Streitkräfte.
Der Film beginnt mit viel Pathos, was man bei einem solchen Film aber auch erwarten muss, umso länger er geht umso weniger fällt das aber auch auf. Auch das die Seals nicht als 100% Menschenfreunde dargestellt werden (sie überlegen ob sie die Hirten umbringen) ist sehr löblich.

Ob jetzt alles genauso passiert ist oder nicht ist gar nicht so wichtig. Ob jetzt 200 Taliban oder 50 so oder so ist das eine harter, irrer Überlebenskampf. Äußerst hart und realistisch umgesetzt. Die 4 Seals leiden hier extrem. Die Szenen bei denen die Seals die Hänge und Klippen runter fallen sind extrem hart und stark umgesetzt. Das habe ich in dieser Konsequenz, ohne CGI, noch nie gesehen, extrem beeindruckend.

 

Die Kampf und Feuergefechte sind verdammt intensiv und bedrückend. Das Sounddesign ist überragend. 

 

Überraschend ist es zwar nicht das Wahlberg der Lone Survivor ist, er ist mit Abstand der größte Held, überraschend ist eher das er nicht der perfekte Überflieger ist. Für mich ist der eigentliche Held der Geschichte Taylor Kitsch und ich hätte nie gedacht das ich das sagen würde. Der Mann gilt eigentlich als Kassengift (Battleship und vor allem John Carter), aber hier wirkt er extrem stark, in diesem Film überzeugt er mich definitiv als Leading Man.

Ben Foster ist ein grandioser Darsteller, vielleicht auch der beste Nebendarsteller seiner Generation. Er wirkt nie zu 100% wie ein Good Guy, man hat immer das Gefühl das da tiefe Abgründe hinter den Augen lauern. Emile Hirsch hingegen überzeugt mich nicht wirklich als Seal und ich bin auch nicht wirklich ein Fan von ihm. Eric Bana macht jeden Film alleine durch seine Präsenz besser.

 

Fazit: Ein harter Film, nach einer wahren Begebenheit. Mit etwas Pathos muss man bei solchen Filmen zwar immer rechnen, das hält sich aber noch im Rahmen. Beeindruckend intensiv wird hier dargestellt wie die Seals um ihr Leben kämpfen!

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