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#217 Death Wish 3 -Der Rächer von New York-

©NSM
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"He killed the Giggler, Man!"

Death Wish 3 (8/10)

 

Story:
Paul Kersey (Charles Bronson) hat eigentlich vor, sich aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen. Er ist abgekämpft und fühlt sich zu matt, den verrohten Sitten der Straße weiter Gegenwehr zu leisten. Doch der brutale Mord an einem Freund ruft ihn zurück zu den Fahnen - und dieses Mal sind ihm alle Wege und Mittel recht, die Tat zu rächen. Ein unvergleichlicher Feldzug gegen brutale Schläger, heruntergekommene Kriminelle und abgezockte Ganoven beginnt.

 

Mit dem Death Wish Franchise hatte Cannon eine Reihe mit sicheren Box Office Erfolgen in der Hinterhand und wer die Geschichte von Cannon kennt der weiß wie nötig unsere geliebte Filmschmiede, sichere Erfolge hatte.

So wundert es nicht das Mitte der 80er, nach dem kommerziell erfolgreichen zweiten Teil ein neuer Death Wish in Auftrag gegeben wurde.
Wieder übernahm Charles Bronson die Rolle des Paul Kersey.
Als Regisseur wurde wieder Michael Winner verpflichtet, der wie bei Teil 2 und 1 auf dem Regiestuhl Platz nahm.

Da Filme wie Rambo 2, Phantom Kommando oder auch Missing in Action (von Cannon) die Action Landschaft bestimmten, wollten Golan, Globus und auch Winner die Reihe in eine andere Richtung entwickeln. Statt dreckiger, harter, roher, kurzer und brutaler Gewalt sollte der ganze Film etwas leichter, fantastischer werden und der Bodycount wurde auch in ungeahnte Höhen getrieben.
Der Film wirkt schlussendlich auch eher wie ein Großstadt Rambo und weniger wie eine Fortsetzung des ersten Teils.

War der Charakter Paul Kersey im ersten Teil noch ein sehr widerwilliger Selbstjustiz Täter, ist er hier ein Waffen und beinahe schon Nahkampf Experte dem es gelingt sich so einiges an Fallen für die Heerschaar an Creeps zu überlegen. Kersey wird zu einer Art Super-Vigilante der mit der Polizei (vom immer soliden Ed Lauter dargestellt) sogar zusammenarbeitet.


Auf Nachvollziehbarkeit, eine sinnige in sich schlüssige Story oder Realität braucht man hier nicht zu warten, was man bekommt sind cartoonhafte Bösewichte (der Giggler ist der Knaller, aber alleine die Outfits und die Gesichtsbemalung ist herrlich überzeichnet) eine Menge an Over the Top Action und einen Showdown der eher an einen Bürgerkrieg erinnert, als einen Rachethriller.

Übrigens hat das ganze Erlebnis Death Wish 3 dazu geführt das das die letzte Zusammenarbeit vom ehemaligen Erfolgsduo Winner und Bronson wurde. Bronson hatte wohl einen ganz anderen Film erwartet. Man muss da schon von Ironie sprechen das gerade dieser Film vielleicht den höchsten Kultcharakter genießt und unglaublich viele Fans hat.

Der Film macht einfach Spaß! Den darf und soll man nicht ernst nehmen, das ist keine kritische Auseinandersetzung mit Jugendkriminalität oder der Verwahrlosung von Stadtteilen, das ist eine große Aneinanderreihung von Actionsequenzen und Möglichkeiten Kriminelle aus dem Weg zu räumen. Spätestens wenn Charlie die Minigun auspackt bekommt man ein dümmliches Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.


Wenn dann noch der Bad Guy mit dem Rocket Launcher erledigt wird dann kommt man aus dem Feiern gar nicht mehr raus. Mein persönliches Highlight sind aber die Szenen wenn sich die Bewohner des Blocks wehren und anfangen die Rocker zu meucheln....da werden die Bad Guys abgeknallt und auf einmal tanzen Kinder! um die Leichen und feiern.
Golan, Globus und Winner was habt ihr genommen :D

 

Das der Großteil in Studios in London und nicht in New York gedreht wurde, gibt dem ganzen Film einen sehr eigenen Look. Eigentlich passt so vieles nicht zusammen, was aber den ganzen Film nur noch einzigartiger und unterhaltsamer macht.

 

Ab dem dritten Teil werden auch die Beziehungen zu den weiblichen Darstellern, platter, oberflächlicher und nur noch Mittel zum Zweck. Sie dienen nur noch dafür Charlie bissl mehr Zusatzmotivation an die Hand zu geben. Sein zunehmendes Alter macht das natürlich auch nicht glaubwürdiger, wenn die Damen nur noch halb so alt sind wie er.

Fun Facts:

  • Die Reihe war ein Sprungbrett für viele Jungstars die ihre Karrieren als Kriminelle in diesen Filmen begangen: Jeff Goldblum in Teil 1, Laurence Fishburne in Teil 2 und hier Alex Winter der Bill aus Bill und Ted
  • Marina Sirtis die Deanna Troi aus Star Trek hat hier eine Rolle als Frau die vergewaltigt wird, da der Ton des Films leichter ist wird das Gott sei Dank von Winner nicht so zelebriert wie in den anderen Filmen.

 

Fazit: Death Wish 3 ist der mit Abstand spaßigste und "unschuldigste" Teil der Reihe. Hier wird ohne Hintergedanken geballert und weggepustet was das Zeug hält! Der Film ist herrlich Over the Top und soll einfach nur berrießeln!