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#410 Seagalogy

©Titan Books
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Ein unfassbares Buch!

Seagalogy (10/10)

Inhalt:

Vern, the self-styled 'outlaw film critic' is described by Hellboy director Guillermo Del Toro as "equal parts Hell's Angels and Pauline Kael... a national treasure!" Now Vern unleashes his magnum opus: an in-depth study of the world's only aikido instructor turned movie star/director/writer/blues guitarist/energy drink inventor, the ass-kicking auteur Steven Seagal. 

 

Das Buch habe ich zum ersten mal so um 2013 gelesen und auch jetzt als ich es wieder aufgefrischt habe finde ich es genauso genial wie beim ersten mal.


Das Buch trifft bei mir einen Nerv. Ich schaue (immer noch) alle Steven Seagal Filme die so rauskommen und ich liebe eh ausführliche Filmkritiken, wenn diese dann noch lustig und unterhaltsam geschrieben sind, dann ist es ein Traum.


Vern (der Autor) ist ein Bruder im Geiste. Er liebt Seagal, das merkt man dem Buch auf jeder Seite an, vielleicht auch gerade die ganzen obskuren Seiten die er inzwischen hat. Er analysiert die Filme, er stellt Verbindungen her und macht aber auch nicht (wie so viele Kritiker) einfach alles schlecht was von Seagal kommt. Trotzdem kann er auch mal den Finger in die Wunde legen.


Dabei geht er auf knapp 500!!! mit Informationen vollgepackten Seiten auf jeden Film seiner Karriere bis ungefähr 2012 ein. Dabei unterteilt er seine Karriere in verschiedenen Phasen was auch dabei hilft die verschiedenen Entwicklungen in seiner Karriere zu erklären.


Es beginnt mit der Golden Era: die ersten 4 Filme, die Silver Era: mit seinen größten Erfolgen bis Fire Down Below, die Transition Era: zwischen Ticker und Exit Wounds. Darauf folgt die DTV Era mit einer Unzahl an besseren und schlechteren Produktionen und endet mit der Chief Seagal Era die seine größten Experimente (Machete, Against the Dark, die Fernsehserie und die Reality Show beinhaltet). Es wäre spannend zu wissen wie Vern die aktuelle Phase bezeichnen würde.


Aber er geht nicht nur auf diese Produktionen ein, nein Vern berichtet auch über Werbespots, nicht realisierte Filme und Filme die Seagal nur produziert hat, selbst auf den Auftritt bei Saturday Night Life geht Vern ein.


Hier wird man mit einer Faktenflut berieselt das ist unglaublich. Zeitgleich ist das aber immer so witzig, das man sich auf den nächsten Film und das nächste Kapitel freut.


Vern zeigt hier das Schaffen von Seagal auf, das ist jedoch keine Biografie und so versteht Vern sein Buch auch nicht. Natürlich wird hier auch immer wieder über die Person Steven Seagal geredet, aber eine kritische Auseinandersetzung ist sicherlich etwas anderes.


Es ist einfach eine Studie seiner Filme. Was an sich schon verdammt verrückt ist und wenn man sich überlegt wie viel Zeit Vern hier verwendet hat und wie tief er hier analysiert, das ist gleichzeitig beeindruckend und verrückt.


Vern hat ein Buch für Filmfans und Actiongeeks geschrieben, alleine das es ein solches Buch gibt ist ein wirkliches Geschenk!


Ich hoffe das Vern sich einen Ruck gibt und irgendwann eine Fortsetzung schreibt, genug Filme und Geschichten liefert unser geliebter Aikido Moppel ja in atemberaubender Geschwindigkeit!

 

Fazit: Das Buch ist für alle Fans von Steven Seagal eine Pflichtlektüre, aber auch darüber hinaus ist das ein einzigartiges Buch, wild, unglaublich detalliert und umfassend und dabei extrem lustig. Man weiß nicht ob man Vern bewundern soll oder eher Angst vor ihm haben muss ;) Ein geniales Buch!