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#757 Mission: Impossible Dead Reckoning Teil Eins

©Paramount Pictures
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Blockbuster mit leichten Schwächen!

 

Mission Impossible Dead Reckoning Teil Eins (7.5/10)

 

Story:

In "Mission: Impossible 7 - Dead Reckoning Teil Eins" starten Ethan Hunt (Tom Cruise) und sein IMF-Team ihre bisher gefährlichste Mission: Sie sollen eine furchterregende neuartige Waffe, die die gesamte Menschheit bedroht, aufspüren, bevor sie in die falschen Hände gerät. Während die Zukunft und das Schicksal der Welt auf dem Spiel stehen und die dunklen Mächte aus Ethans Vergangenheit ihn wieder einzuholen drohen, beginnt ein tödlicher Wettlauf um den gesamten Globus. Konfrontiert mit einem mysteriösen, allmächtigen Feind muss Ethan erkennen, dass nichts wichtiger sein kann als seine Mission - nicht einmal das Leben derer, die ihm am meisten am Herzen liegen.

 

Zur Einordnung vorab, die Mission Impossible Filme  bewertet:

  • Mission Impossible (9/10) - bester Thriller der Reihe, Klassiker (Review folgt bald)
  • Mission Impossible II (6.5/10) - totaler Bruch, Woo Action at its best, aber die Story leidet
  • Mission Impossible III (7/10) - wurde nie wirklich warm mit dem Film
  • Mission Impossible IV Phatom Protocoll (8/10) - spektakulärer Actionthriller mit tollen neuen Charakteren
  • Mission Impossible V Roque Nation (7.5/10) - kann nicht ganz mit dem Vorgänger mithalten, aber dafür mit Ilsa Faust!
  • Mission Impossible VI Fallout (9/10) - Ein richtiger Knaller, Blockbuster Kino der allerbesten Sorte!

Somit sind wir also beim siebten Teil angekommen, der die erste Hälfte eines großen Abenteuers darstellen soll. Dabei ist die Entstehungsgeschichte nicht die einfachste, durch die Corona Pandemie gab es einige Verzögerungen im Drehplan und das Budget blähte sich immer weiter auf.

Nicht nur Verzögerungen im Drehplan, die Pandemie hatte auch direkten Impact auf die Besetzung. Ursprünglich sollte Nicholas Hoult den Bad Guy geben, aber Terminprobleme durch die wiederholten Verzögerungen führten dazu das er absagen musste und Esai Morales als Ersatz kurzfristig verpflichtet wurde, aber zu ihm später mehr. Auch Angela Bassett musste ihre erneute Teilnahme am MI Franchise absagen.

 

Wie immer steht und fällt alles mit Cruise. Er ist der Anker dieser Filmreihe und auch wenn er seinen Ethan Hunt im Autopilot spielen kann, ist es ihm eine Freude bei der Arbeit zuzusehen. Der Mann hat es immer noch drauf, schont sich nicht und ist vllt der letzte große Kinostar, einer aus einer schon quasi vergangenen Ära. Man sieht ihn nicht in Serien, nicht für exklusive Streaming Sachen, nein Cruise steht noch für echtes Kino und umso älter ich werde umso mehr weiß ich das zu schätzen und mag ihn dafür.

Ihm zur Seite stehen wieder mal Simon Pegg und Ving Rhames und es ist immer wieder schön die beiden dabei zu haben, für die Geschichte sind sie dieses mal nicht entscheidend, aber sie schlagen zusammen mit Cruise die Brücke zu den anderen Teilen der Reihe. Rebecca Ferguson habe ich in den letzten Teilen der Reihe sehr lieb gewonnen, tolle Frau mit mega Ausstrahlung. Auch Vanessa Kirby gibt es erneut zu sehen.


Haley Atwell die zum Cast dazustößt hätte ich jetzt nicht unbedingt gebraucht. Nichts gegen Sie, gute Schauspielerin, aber sie nimmt den Spotlight von den anderen, vor allem von Ferguson und gibt mir nicht so viel, die Story hätte auch durchaus gut und gerne ohne sie funktioniert, das ist aber meckern auf absolut hohem Niveau.

 

Wenn ich etwas kritisieren müsste an der Mission Impossible Reihe, dann das die Bösewichte in der Reihe (mit Ausnahmen) mich häufig nicht überzeugen konnten. So auch hier. Esai Morales ist für mich ein typischer Seriendarsteller aus der 2. Reihe. Er macht das zwar gar nicht so schlecht, aber als Gegenspieler von Cruise ist er mir zu farblos und bringt nicht genug Präsenz mit. Pom Klementieff (man kennt sie als Mantis aus den Guardians of the Galaxy Filmen) dagegen gefällt mir sehr gut als schweigsamer Henchman. Sie bleibt zwar eher Randfigur, aber sie gibt dem Film einen schöne, zusätzliche Note.

 

Henry Czerny wieder zu sehen ist grandios! Das schlägt die Brücke zum ersten Teil von 1996(!) und der Mann ist als schmieriger Agent bzw. Bürokrat eine Top Besetzung. Dazu hat auch Cary Elwes eine Rolle abgegriffen und den sehe ich auch einfach immer gerne. Insgesamt ein guter Cast mit einem klaren Schwachpunkt.

Der Film wurde an vielen internationalen Orten gedreht und das gibt dem Ganzen einen klassischen Bond/Spionage Touch. Dieses mal sind wir in Abu Dhabi, Norwegen, Österreich, Rom und Venedig unterwegs. Das Ganze wurde gekonnt und wunderschön auf Kamera gebannt. Vor allem Venedig sticht dabei heraus, das ist ganz toll in Szene gesetzt.

 

Wo Cruise draufsteht, ist auch Cruise drin. Über die letzten Jahrzehnte ist Cruise quasi zu einem Qualitätssiegel geworden. Die Filme sind groß, episch, extrem hochwertig produziert und sehen einfach toll aus. Dazu besticht jeder Teil durch mindestens eine grandiose Stuntsequenz die man so nirgendwo anders zu sehen bekommt. So ist das auch bei diesem Mission Impossible Teil, die Story fällt im Vergleich zu vorherigen Teilen ab, aber nichtsdestotrotz tolles Blockbuster Kino!

 

Bei den Stunts gibt es einiges zu sehen, seien es Nahkämpfe oder auch eine Verfolgungsjagd, aber natürlich sticht eine Sequenz besonders heraus und das ist die Motorrad Sprung Sequenz. Den Sprung führte Cruise 8 mal aus. Das er diesen wirklich ausführte ist Wahnsinn. Man sieht im Bonusmaterial wieviel Vorarbeit, Aufwand und Maßnahmen nötig waren um den Stunt umsetzen zu können, aber das Ergebnis ist grandios. Alleine für solche Stunts ziehe ich meinen Hut vor ihm!
Als Bonus zum Schluss gibt es noch ne Speed-Flying-Sequenz die man so auch noch nie gesehen hat.

 

Im Gegensatz zu den Stunts schwächelt der Film aber doch etwas bei der Story. Der Storykniff mit der künstlichen Intelligenz ist zwar gar nicht so schlecht, aber das ist wenig greifbar (also der Gegner und die Bedrohung) und die Story kommt teilweise nicht so richtig in Schwung bzw. dreht sich beim Zusammenspiel von Cruise und Atwell etwas im Kreis.


Die Corona Pandemie, die ständigen Verzögerungen im Drehplan, aber auch die Verschiebungen des Kinostarts, fehlender Hype und die Barbenheimer Wochen (die Konkurrenz durch das Blockbuster Race zwischen Barbie und Oppenheimer) führten dazu das der Film schlussendlich unter den Erwartungen an den Kinokassen abschloss. Der Film war wohl zwar profitabel aber weit weg von der prognostizierten Millarde die der Film einspielen sollte (waren wohl knapp unter 600 Mio).


Schauen wir mal, ob der Nachfolger beim Drehbuch zulegen kann, generell wird der Film hundertprozentig mal wieder grandios aussehen und durch spektakuläre Sequenzen bestechen. Der Nachfolger soll im Jahr 2025 erscheinen und befindet sich bereits in Post-Production. Ich werde auf jeden Fall wieder am Start sein.

 

Fazit: Cruise bietet mal wieder überragendes Actionkino wenn aber dieses mal mit ein paar Schwächen. Das Drehbuch und der Bad Guy könnten besser sein und der Cliffhanger zum Ende ist Geschmackssache, trotzdem wenn Cruise draufsteht ist Qulität drin!