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#10 First Kill

©KSM
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Leider nur unterdurchschnittlich spannender Film

 

 

 

First Kill (5/10)

 

 

 

Story: Wall Street-Broker Will (Hayden Christensen ) ist in seinem Job sehr erfolgreich, aber für seinen Sohn Danny hat er nur wenig Zeit. Das will er ändern und so gehen beide zusammen auf die Jagd, um die familiären Bande zu stärken. Doch im Wald werden sie Zeuge eines brutalen Schusswechsels zwischen Bankräubern. Eines der schwerverletzten Opfer bringen sie in ihre Hütte, um zu helfen – doch was als Hilfsaktion begann, wird für die Beiden schnell zu einem Kampf ums nackte Überleben: Der Fremde nimmt Danny als Geisel. Er zwingt Will, die Beute zu wieder zu beschaffen und ihm außerdem den örtlichen Polizeichef (Bruce Willis ) vom Hals zu halten.

 

 

 

Das ist schon der dritte Film von Regisseur Steven C. Miller mit Bruce Willis (Extraction / Marauders). Steven C. Miller zeigt immer wieder das er mit überschaubaren Budget und kurzer Drehzeit etwas Ordentliches basteln kann. Hier hätte etwas mehr Zeit aber definitiv gut getan.
Ich bin wirklich auf Escape Plan 2 gespannt, hier wird das Budget definitiv höher sein und ich erwarte einen mehr als ordentlichen Film, das Auge hat er definitiv dafür.

Hier wurde der Film wohl in 14! Tagen abgedreht. Bruce hat seine Szenen wohl wieder in 1-2 Tagen abgedreht. Er wird auch definitiv in einigen Szenen gedoubelt, eigentlich immer konsequent, wenn er von hinten zu sehen ist. Man sieht ihn zwar ausreichend so das ich hier nicht von einem Marketinggag sprechen würde, aber mehr als Dienst nach Vorschrift kann man wohl aktuell von unserem schlechte Laune Bär wohl nicht erwarten.

Die Hauptrolle übernimmt Hayden Christensen der obwohl schon 36, immer noch wie Mitte 20 aussieht und somit als Vater eines Jungen der bereits in die Schule geht doch nicht überzeugend rüberkommt. Auch kommt bei mir seine Verzweiflung nie so recht an. Ich habe ihn als Anakin Skywalker zwar nicht gehasst wie andere, aber so richtig überzeugend als Schauspieler fand ich ihn noch nie. Was er hier zeigt, ist zwar keine Katastrophe, aber in der Hauptrolle hätte ich mir definitiv jemand anderen gewünscht.

Die anderen Rollen sind ganz ok besetzt, am besten empfand ich noch Gethin Anthony, den man vielleicht noch aus Game of Thrones kennt. Seine Rolle ist die interessanteste und entwickelt sich in eine Richtung, wie man das am Anfang des Filmes nicht erwartet hätte.

Action ist hier leider recht spärlich vorhanden. Der Film wirkt eher wie ein Thriller als ein Actionfilm. Die Action ist dann auch auf das ein oder andere recht unspektakuläre Feuergefecht beschränkt.
Erfülltes Actionfilm Klischee: Waffen müssen nie nachgeladen werden und Munition geht nie aus!

Der Film krankt vor allem aber an dem insgesamt doch recht vorhersehbaren Skript, das die Charaktere sich häufig sehr unlogisch verhalten und das das Skript sich nicht immer entscheiden kann, wo jetzt der Schwerpunkt liegen soll. Bei der Vater-Sohn Beziehung, bei Entführer-Kind oder Vater-Cop.
Dem Film hätte es gut getan wäre er etwas linearer und wäre der Action Anteil etwas hochgeschraubt worden.

In Amerika wird der Film auch definitiv einen schweren Stand haben, ist er doch sehr Pro-Waffen eingestellt und ist das Motiv: Vater nimmt Sohn mit zum Jagen und bringt ihm Waffen näher doch aktuell ein schwieriges Thema.
Ich bin sicherlich keiner, dem political correctness wichtig ist, aber vom Zeitmanagement ist das genau wie das Remake von Death Wish eher suboptimal ;)

 

Fazit: Ein weiterer Direct to DVD Film mit Bruce Willis, prominent auf dem Cover, vom Fließband.