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#484 12 Rounds 3: Lockdown

Leider leidlich inspirierte Standardware mit langweiligem Lead!

 

12 Rounds 3: Lockdown (4/10)

 

Story:

Detective Shaw (Dean Ambrose/Jon Moxley), der nach dem Tod seines Partners wieder in den Dienst zurückgekehrt ist, entdeckt, dass einige seiner Kollegen mit dem Mord seines Partners in Verbindung stehen. Kurz davor, die Wahrheit herauszufinden, wird ihm jedoch ein Verbrechen angehängt, das er nicht begangen hat. In die Falle gelockt, ist der Mann gezwungen, zu kämpfen, um seinen Ruf wiederherzustellen und die Schuldigen zu entlarven.

 

Ich bin ja weiterhin auf dem Trip viele Filme mit Wrestlern zu schauen und die WWE Studios haben wirklich einige ansehnliche B-Actioner rausgebracht. Nichts weltbewegendes, aber gute und sehr solide Standardkost. Der dritte Teil der 12 Rounds Reihe gehört leider nicht dazu.

 

Beim ersten 12 Rounds Film war noch John Cena der Hauptdarsteller, beim zweiten Teil dann Randy Orton, hier Dean Ambrose. Alle Filme haben inhaltlich keine Verknüpfung. Bei eins und zwei bedeuten die 12 Runden 12 Aufgaben, hier geht es dann nur um 12 Patronen (Rounds) Munition. Also schon ein sehr großer Stretch das in eine Reihe zu packen. Der Film sollte eigentlich nur Lockdown heißen wurde dann aber doch in die Reihe reingepresst.

 

Ich fand Ambrose mal einen ganz interessanten Wrestler inzwischen finde ich ihn ziemlich langweilig. Im Wrestlingring ist seine Mimik ziemlich überzogen, hier im Film ist seine Mimik kaum vorhanden. Er hat kaum Charisma und wirkt extrem langweilig sowie austauschbar. Es gibt Gründe das das sein einziger Filmauftritt blieb.

 

Auch der Film ist so austauschbar wie sein Hauptdarsteller. Die Location ist die gleiche wie bei Countdown mit Dolph Ziggler, einem anderen WWE Film. Die Geschichte ist eine weitere Die Hard Klon Abwandlung und auch ansonsten wird sich hier einiger Klischees bedient. Die korrupten Cops, der aufrichtige mit einem Trauma, die naive Rekrutin usw. Das Drehbuch wurde wirklich anhand einiger Versatzstücke zusammengeklöppelt.

 

Die "Überraschungen", die nicht wirklich welche sind, die der Film hier und da rein wirft sind schlecht, nehmen jeden Impact und werten den Film kaum auf. Dazu hat der Film 90 min und ist einfach zu lang. Klingt paradox, lässt sich aber leicht erklären.

 

Man bekommt weder das Trauma mit, noch wird die Beziehung zwischen aufrechtem und korrupten Cop gezeigt, es wird kaum (bis gar nicht) eine Backstory gezeigt. Der Film springt sehr schnell in die Lockdown Situation und zieht sich dann ohne Ende....das kann man einfach nicht interessant über 70 Minuten ziehen.

Ambrose läuft gefüllt auch ständig die gleichen Treppen hoch und runter und wechselt um die gleichen Ecken. Die Cops stellen sich insgesamt auch mehr als dämlich an...alle, die guten und die bösen.
Warum lässt Ambrose den Rookie Cop alleine und nimmt ihr noch die einzige Waffe weg die sie hat? Das ist eigentlich Beihilfe zum Mord.

Die bösen Cops sind hingegen einfach zu doof ihn zu killen. Die kommen zu dritt in einem geschlossenen Raum auf ihn zu, teilen sich auf (muss ja ein riesen Raum sein) und er darf sie in Zweikämpfen nacheinander auseinander nehmen. What the Fuck? 
Wir sind im B-Action Genre, da muss man ab und an ein Auge zudrücken, aber das ist einfach schlecht und unrealistisch geschrieben. Mit ein paar einfachen Kniffen hätte man das zufriedenstellender lösen können.

Am Ende ist das Genre Kost aus dem unteren Regal. Der Film ist nicht abgrundtief schlecht, aber ist einfach nicht gut mit einem untalentierten Darsteller und schwachem Drehbuch. Dazu zu wenig Einfälle um das aufzupeppen und am Ende bekommt man einen Film bei dem sich 90 min wie 2 1/2 Stunden anfühlen. Nur was für Allesgucker und WWE/Ambrose Fans.

 

Fazit: Der Film ist der schlechteste einer eh schon, von der Qualität, überschaubaren Reihe. Das der überhaupt in dieser Reihe promoted wurde ist unnötig und Banane. Kein Vergleich zur Marine Reihe + Dean Ambrose ist einfach kein guter Schauspieler, im Ring oder vor der Filmkamera.