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#754 Detective Knight: Independence

©LEONINE
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Schwacher Abschluss!

 

Detective Knight: Independence (3.5/10)

 

Story:

Detektiv James Knight (Bruce Willes) muss während seiner Polizeischicht am amerikanischen Unabhängigkeitstag noch zu einem letzten Einsatz ausrücken. Doch dieser entwickelt sich schnell zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Ein verrückt gewordener Rettungssanitäter droht die Feierlichkeiten der Stadt zu gefährden. Mit einer gestohlenen Waffe und einer Uniform, verkleidet er sich als Polizist und plant einen brutalen Bankraub. Nachdem der Verbrecher auch noch Knights Tochter Ally entführt, wird dieser Fall für Knight zur persönlichen Angelegenheit …

 

Bruce Willis hat sich ja inzwischen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen (sollte ja inzwischen jedem bekannt sein). Sein Zustand verschlechtert sich ja leider, stückweise, immer weiter, wie seine Familie mitteilt. Die Aphasie und Demenz schreitet einfach unaufhaltsam voran.

Bevor er sich zurückzog hat er ja, quasi am Fließband, noch einige Filme abgedreht. Häufig war er hier nicht länger als 1 oder maximal 2 Tage am Set, spielte eine Nebenrolle und sein Gesicht prägte das Cover. Die Qualität der Filme schwankte zwischen grottig bis geht noch.

Zu den Filmen der letzteren Kategorie (also Filme die man sich noch ansehen konnte) gehörten die ersten beiden Detective Knight FIlme. Roque und Redemption mussten zwar auch viel um Bruce herumfilmen, aber machten das ganz ordentlich und sahen recht wertig aus.

Beide Filme wurden von Edward Drake als Regisseur umgesetzt. Nein, zwischen 2021 und 2023 hat er ganze 7 Filme abgeliefert und diese alle mit Bruce (die Knight Trilogie, Apex, Cosmic Sin, American Siege und Gasoline Alley)! Wo wir wieder bei Fließband wären, wobei wie gesagt die ersten beiden Knight Filme positiv herausstachen.

Der dritte Teil kann diesen Eindruck leider nicht halten, ist der schlechteste der drei Teile und wirkt auch nie wie ein Film einer gewollte Trilogie. Wäre das der erste Teil gewesen ok, aber die vorherigen Teile wirken aufeinander abgestimmt, erzählen die Geschichte weiter. Hier ist er einfach ein Cop und das wirkt wie eine standalone Story.

Das alles verwundert extrem wurden doch wohl alle drei Teile in ganzen 30Tagen! abgedreht, was die ganze Geschichte noch merkwürdiger macht. Hier wurde offensichtlich noch schnell ein Film zusammengeschustert um noch eine Produktion mit seinem Namen zu versehen.

 

Warum hat hier Bruce auf einmal eine Familie und Tochter, diese spielten vorher keine Rolle. Es wird kaum auf die Ereignisse in den vorherigen Teilen eingegangen. Warum ist der Charakter von Jimmy Jean-Louis auf einmal ein Arsch? Auch ist die Vorgesetzte von Willis jetzt jemand anderes.

Wie gesagt, es hat stark den Anschein das man ein halbfertiges Drehbuch hatte das man umgeschrieben hat um da irgendwie eine Verbindung reinzubekommen und schnell drei Teile zu produzieren. Das Skript an sich ist auch schwach. Die Story um den Sanitäter der sich missverstanden fühlt und dann zum Bakräuber wird ist maximal unglaubwürdig. Auch die Monologe im Film wirken extrem gezwungen und sollen schlauer klingen als sie sind.

Gespielt wird der Sani übrigens von Jack Kilmer, dem Sohn von Val Kilmer. Überzeugt hat er micht nicht wirklich in seiner Rolle, da er die meiste Zeit in dem Film zu sehen ist hilft das nicht wirklich. Auch die Darstellerin von Bruce Filmtochter überzeugt kaum.


Lochlyn Munro spielt wieder den Partner von Bruce und tut sein Bestes, aber bekommt nicht viel zu tun. Timothy V. Murphy ist absolut verschenkt und sein Charakter im Film macht kaum Sinn. Dina Meyer spielt den Captain von Willis.

Sie sehe ich immer gerne, aber mehr als in dieser einer Szene bekommt man sie nicht zu sehen. Das ist auch die beste Szene von Willis im Film, da wirkt er beinahe wieder auf der Höhe, aber leider nur beinahe.

Ansonsten merkt man ihm hier schon sehr deutlich an das seine Kankrheit immer weiter voranschritt. Seien es abwesende Blicke, späte Reaktionen oder auch das er teilweise synchronisiert werden musste. Warum man hier noch krampfhaft einen Kampf einbauen wollte das bleibt wohl das Geheimnis von Regisseur Edward Drake. Auch gibt es eine der übelsten CGI Szenen der letzten Jahre, in der ein computergenerierter Willis auf einen Wagen springt... schlimm und peinlich.


Wirklich schade das so eine große Karriere zu Ende ging, dann doch lieber noch einmal einen seiner Klassiker einlegen. Wer aber ein Die Hard (super Gag) Bruce Willis Fan ist und alles anschauen will, der kann hier mal reinsehen. In seiner Spätphase gibt es sogar weitaus schlimmere Fälle als diesen hier.

 

Fazit: Schlechtester Teil der Reihe. Wirkt wie schnell nachgeschoben und es wurde augenscheinlich immer schwerer um Bruce herum zu arbeiten. Film sieht eigentlich recht wertig aus (bis auf eine Szene), aber Drehbuch ist schwach und der Film ist wenig aufregend.