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#577 The Condemned 2

Reine liefert, was man von ihm erwarten darf.

 

The Condemned (5,5/10)

 

Story:

Nach einer fehlgeschlagenen Mission zur Ergreifung des Anführers eines tödlichen Glücksspielrings (Wes Studi) wird der Kopfgeldjäger Will Tanner (Randy Orton) selbst zum Gejagten - ein menschliches Ziel in einem Spiel, in dem die Teilnehmer töten oder getötet werden müssen. Während das dekadente Publikum aus Superreichen darum wettet, wer überleben wird, führen Will, sein Vater (Eric Roberts) und Mitglieder von Wills Team einen kompromisslosen Kampf gegen das Superhirn des Spiels (Steven Michael Quezada).

 

Ein B-Actioner aus den WWE Studios, von Reol Reine (hier mein Interview mit ihm) der einige tolle Titel abgeliefert hat, mit Legende Eric Roberts und dazu Randy Orton im Lead, kann das überhaupt schief gehen? Nicht wirklich, der Film bietet das was man erwarten darf ohne das Rad neu zu erfinden oder zu überraschen. Gute B-Action Kost für den dürstenden Action Fan.

 

Der Film hat aber nicht wirklich etwas mit The Condemned -die Todeskandidaten um Steve Austin und Vinnie Jones, maximal ein Teil der Prämisse wird genutzt. Der Film kommt auch klar nicht an die Klasse von Teil 1 ran. Dieser hatte ein größeres Budget, ein geileres Setting und auch mehr Production Value (Sorry Christoph). Trotzdem zeigt auch Reine wieder hier das er das Maximum aus einem bescheidenen Budget rausholen kann, er liefert einfach viel für einen Euro (Bang for a Buck).

 

Reine hat hier das zweite Mal mit Orton zusammengearbeitet. Zuvor hatten sie 12 Rounds 2 (die Fortsetzung zum Erstling mit John Cena) abgedreht. Interessanter und verrückterweise war Orton auch eigentlich für Marine 2 (hätte er sich nicht verletzt) vorgesehen. 

 

Orton macht das ordentlich, wie in seiner Wrestlingkarriere ist er vielleicht nicht absolute Güteklasse A, eine Stufe unter den großen Stars und auch hier macht er das schauspielerisch ok, aber nicht überragend. Er hat aber genug Charisma und Präsenz um den Film zu tragen.

 

Am meisten Spaß macht mir tatsächlich das Zusammenspiel zwischen Orton und Eric Roberts, der hier seinen Vater gibt. Der Mann ist einfach ne coole Socke, ne Legende (obwohl er auch viel Mist gedreht hat) und versprüht auf der Leinwand doppelt so viel Charisma wie der Randy. Zusammen macht das aber Spaß, Roberts spielt das mit einem Augenzwinkern und das gibt dem Film einen Farbtupfer den er dringend benötigt.

Der Auftritt des großen Wes Studi (der letzte Mohikaner, Heat oder Geronimo), ist sagen wir mal recht interessant, das riecht eher nach Paycheck abgreifen. Die anderen Darsteller sind austauschbar, nicht schlecht, aber auch nicht herausstechend.

Den ansonsten ist das doch recht formelhaft und das Setting in der Wüste unterstreicht die Monotonie. Dazu kommt das das Verhalten der Personen im Film schon sehr an den Haaren herbeigezogen ist und nicht wirklich nachvollziehbar.

 

Auf der anderen Seite knallt er schön an vielen Ecken und Enden und das Tempo ist recht hoch, macht vielleicht nicht alles Sinn, aber ich konnte mich gut da einfach berießeln lassen. Am Ende knallt es dann noch einmal ordentlich für einen B-Actioner.

 

Der Twist (ist nicht einmal ein richtiger Twist), die Wendung in der Mitte des Films die en Film etwas von der Grundprämisse entfernt kann man mögen oder nicht. Ich verstehe wenn Leute das nicht mögen, aber mich hat das nicht gestört. Ich war in der Phase das ich mir stumpfe Berieselung gewünscht habe und die habe ich bekommen.

 

Es gibt bessere Films der WWE Studios (zum Beispiel die Marine Reihe) und auch bessere Filme von Roel Reine (auch Marine 2 unter anderem), aber man bekommt hier was man erwarten darf, ein ordentlicher Actioner mit einem netten Roberts/Orton Gespann. Kann man machen, muss man nicht.

 

Fazit: Roel Reine liefert mal wieder was man von ihm und WWE Studios erwarten darf. Ordentliches Futter für B-Action Fans. Orton macht das ordentlich und Roberts macht Spaß! Kann man sich definitiv mal ansehen!