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#598 American Fighter III

©STUDIOCANAL
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Der erste American Fighter mit David Bradley!

 

American Fighter III (6/10)

 

Story:

US-Karatechampion Sean Davidson (David Bradley) fährt mit seinen Teamkollegen auf eine kleine Karibikinsel, um an einem Wettkampf teilzunehmen. Dort treibt ein Terrorist namens „Cobra“ (Marjoe Gortner) sein Unwesen, der mit Genmanipulationen experimentiert und eine unbesiegbare Ninja-Armee besitzt. Als Sean gewaltsam ein Virus injiziert wird, der ihn zu einer willenlosen Kampfmaschine macht, versuchen seine Freunde Jackson (Steve James) und Dexter ihn aus den Fängen des Verbrechers zu befreien.

 

Wenn Cannon etwas konnte dann schnell und zügig ordentliche Sequels zu erfolgreichen Action Filmen zu veröffentlichen, siehe die erste Ninja Reihe, die Death Wish Reihe (2-4) oder halt die American Fighter Reihe.

Nach dem großen Erfolg der ersten beiden American Fighter Teile (I 1985 und II 1987) war es klar das ein dritter Teil folgen sollte. Hier musste man aber größere Veränderungen verkraften, da weder der Regisseur der ersten beiden Teile: Sam Firstenberg (hier mein Interview mit ihm) noch der Michael Dudikoff (Star der ersten beiden Filme) zur Verfügung standen musste man hier einen anderen Weg gehen.

Firstenberg (der zu dieser Zeit sich mit Golan überworfen hatte) wurde mit Cedric Sundström ersetzt (der vorher nur bedingt Actionmeriten vorweisen konnte) und Dudikoff durch David Bradley der hier übrigens sein Filmdebüt gab. Kurt McKinney (Karate Tiger) sollte eigentlich die Rolle übernehmen, sagte aber schlussendlich ab uns so startete Bradley hier seine B-Action-Karriere.

 

Als Verbindungsstück zu den ersten beiden Teilen fungierte Steve James. Das Cannon Urgestein darf hier auch wieder in ein paar Ärsche kicken verkommt aber zum Stichwortgeber und darf ab und an seine Muskeln zeigen. In den ersten beiden Teilen hat er sogar mehr Charakterisierung erhalten und vor allem war seine Chemie mit Dudikoff besser, hier gerät er ins Hintertreffen und Bradley ist noch deutlicher im Mittelpunkt.

Das Budget wurde Ende der 80er auch weiter runtergeschraubt, da wird nicht nur die Musik aus dem Vorgänger oder aus Avenging Force recycled, nein auch vom Setting ist das bissl trister (die Halle für das Turnier) als der zweite Teil und beim Plot wurde wiederverwendet, aber nur bedingt sinnvoll zusammengeschraubt.

 

Das ganze Zeug mit dem Gift macht überhaupt keinen Sinn, wie abenteuerlich ist das Ganze bitte: Man organisiert ein Kampfsportturnier um den besten Kämpfer zu finden um an diesem zu beweisen wie gefährlich das Gift ist?

 

Der Mann der seinen Vater getötet hat ist jetzt Diktator General (Yehuda Efroni der in vielen Cannon Filmen mitgespielt hat wie Delta Force 1 und 3, wenn auch in unterschiedlichen Rollen)? und der Mann der mit ihm zusammengearbeitet hat ist jetzt der Wissenschaftler mit dem tödlichen Gift? Und natürlich haben sie sich das aufgebaut mit dem erbeuteten Geld aus diesem Überfall (also bei den Zuschauern dürfte da nicht viel über gewesen sein).

Und das auf der Insel überall Ninjas rumrennen dafür gibt es keine Erklärung, aber warum auch, ist halt American Fighter (oder Ninja im Original). Die Chefin der Ninjas (Michele B.Chan), verwandelt (?) sich in die Meisterin unseres Helden, glaubt das sie einer guten Sache (warum eigentlich) und hilft dann den Guten und kämpft gegen ihre eigenen Ninjas (weil sich diese gegen sie gestellt haben). Das wirkt alles ziemlich unrund und unsinnig, als ob das Drehbuch nie wirklich fertig wurde.

Das es unser Held schafft mit Meditation das Gift zu neutralisieren, während seine Freunde (Bis auf James natürlich) auf dem Jagd nach dem Gegenmittel für ihn sterben setzt dem ganzen die Krone auf. Warum wird der Bad Guy eigentlich die Kobra genannt? Dazu gibt es überhaupt keinen Hinweis. Marjoe  Gortner (im wilden Star Crash dabei)  zeigt sich zwar von seiner charmanten Seite, aber was macht ihn zur Kobra?

Ihr merkt also die Story ist so Banane, das macht alles nicht so wirklich Sinn und wirkt wie wild zusammengeschustert. Irgendwie muss man die ganze Zeit dabei grinsen. Die Action ist ok, die Fights profitieren davon das Bradley ein Martial Artist war wo Dudikoff erst zu einem werden musste. Dafür standen definitiv weniger Drehtage zur Verfügung, die Fights wirken nicht so gut durchchoreographiert.

Schlussendlich macht der auf seine eigene, kaputte Art ordentlich Laune, aber er ist für mich, je nachdem ob man den fünften Teil einrechnet, entweder der schwächste oder zweitschwächste Teil der Reihe.

 


Fun Fact:

  • Schiedsrichter des professionellen Fights ist übrigens Mike Stone. Der der damalas Golan die Idee zum ersten Ninja übergab und eigentlich (statt Fraco Nero) zum Ninja werden sollte, dann aber nur Double war schlussendlich aber den Bad Guy in American Fighter II geben durfte.
  • Gegner im Fight war John Barrett der später den American Kickboxer gab und in einigen Norris Vehikeln den Stuntmen geben durfte.

Fazit: Typische Cannon Produktion aus der Zeit Ende der 80er. Solide, aber nicht so gut wie die Vorgänger. Man vermisst Dudikoff (und Firstenberg) tatsächlich. Macht alles nicht so wirklich Sinn, aber das sinnlose macht doch wieder gute Laune.