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#403 10 Minutes Gone

©Sony Pictures Entertainment
©Sony Pictures Entertainment

Das typische Willis Trauerspiel!

 

10 Minutes Gone (4/10)

 

Story:

Verbrecherboss Rex (Bruce Willis) beauftragt Frank (Michael Chiklis) und seine Crew, unschätzbar wertvolle Juwelen zu stehlen - aber der Job geht schief. Als Frank auf der Flucht ausgeknockt wird, sind die Juwelen weg - und sein Bruder brutal ermordet. Frank ist klar: Er muss den Verräter finden und den Mord seines Bruders rächen. Doch welche Rolle spielt Rex in dem perfiden Plan?

 

Regisseur Brian A. Miller, dazu Willis auf dem Cover und das ganze eine EFO Produktion da weiß man eigentlich direkt was einen erwartet. Die gleiche Konstellation gab es schon bei The Prince, Vice, Reprisal oder in abgewandter Form bei Backtrace (einfach Sly für Willis). 

 

Das Schema ist immer gleich. Es gibt einen recht bekannten Hauptdarsteller (Michael Chicklis) und einen Megastar auf dem Cover (hier Willis), der aber nur 20-30 Minuten im Film auftritt und seine Szenen bevorzugt in 1-2 Nachmittagen und 1-2 Locations abdrehen darf. Dazu eine Story von der Stange, ein überschaubares Budget und Tyler Jon Olson und Lydia Hull in irgendeiner Rolle.

 

Willis scheint es auch egal zu sein ob er in einer EFO Produktion mit Brian A oder Steven C Miller zu sehen ist. Er macht sein Ding. Hier wohl maximal für einen Nachmittag in 2 unterschiedlichen Locations. Ich wünsch mir ja selbst einen Film wie Death Wish mit ihm zurück. Das war keine Offenbarung, aber er war motiviert und mal in verschiedenen Situationen zu sehen.

 

Michael Chicklis (bekannt aus den alten Fantastic Four Filmen und der grandiosen Serie: The Shield) mag ich sehr. Ich finde das ist ein toller Schauspieler, auch wenn er hier nicht wirklich viel zu tun bekommt und sich wohl selber ab und an zu fragen scheint wo er da reingeraten ist. Auch trägt der Mann inzwischen eine ordentliche Plauze mit sich rum. Trotzdem er ist sicherlich das positive an dem Film.


Die Story versucht cleverer und unvorhersehbarer zu sein als sie tatsächlich ist und den finalen Twist werden geschulte Seher definitiv früh erraten. Die Action ist ok, halt eigentlich nur Schießereien und dann auch keine Offenbarung.

 

Wenn in Rückblenden immer wieder die gleichen Sequenzen gezeigt werden und zwischendrin ein minutenlanger Nachrichtenbeitrag gebracht wird, dann merkt man schon das hier versucht wurde den Film auf 90 Minuten zu strecken. 

 

Vielleicht bin ich inzwischen einfach etwas abgestumpft, aber das war irgendwie alles erwartbar und hey damit habe ich ja auch irgendwie bekommen was ich wollte. Was wirklich negativ aufgestoßen ist sind die schauspielerischen Leistungen der Ladys.

Lydia Hull ist als Killerin mit Trinity/Matrix Outfit nicht überzeugend, wie hält sie eigentlich eine Waffe? Meadow Williams ist noch schlimmer. Sie ist überhaupt nicht überzeugend und hat leider die Ausdrucksstärke von einer Tüte Chips, viel zu viel Botox die gute Dame.

 

Ich sollte es besser wissen, aber das wird mich alles nicht davon abhalten auch die nächste EFO Produktion mit Willis anzuschauen. Mit Trauma Center und The Long Night sind bereits die nächsten EFO/Willis Filme abgedreht, immerhin mit keinem Miller auf dem Regiestuhl, somit bleiben wir gespannt.

 

Fazit: Eine typische EFO Produktion mit Brian A. Miller als Regisseur und Willis in seiner typischen Gastrolle. Man bekommt eigentlich das was man erwarten darf, mehr nicht. Chicklis hätte einen besseren Film verdient gehabt.